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Um etwa 1500 v.Chr. kultivierten die Maya den Cacao.
Sie verehrten diesen Baum, der Blüten und Früchte gleichzeitig
trug, als ein Geschenk Gottes. Später, bei den Azteken, diente
er nicht nur als Nahrungsmittel oder als Opfergabe, sondern
auch als Währung.
Die Azteken rösteten Cacaobohnen und zerrieben diese
zwischen Steinen zu Mehl, verrührten es mit Wasser zu einem
schaumigen Getränk und würzten es mit langem Pfeffer,
Piment und Vanille. Diesem kraftspendendem Trunk gaben
sie den Namen „Tchocolatl“.
Im Jahre 1519 übergab der Aztekenkönig Montezuma all seine
Reichtümer an Hernando Cortes. Von da an verbreitete sich
der Cacao bis zum 17. Jahrhundert in ganz Europa, wobei auch
der hoch geglaubte medizinische Nutzen sowie die aphrodisie-
renden Eigenschaften seine Beliebtheit steigerten.
Es entstanden öffentliche Lokale, die sich auf den Ausschank
von Chocolade mit einer Vielzahl von Rezeptzutaten speziali-
sierten.
1705 veröffentlichte der Pariser Kaffeehausbesitzer Pierre
Masson eine Rezeptur, in der auch erstmals Milch zur Her-
stellung einer gezuckerten Chocolade erwähnt wird.